Selbstwerttraining & Embodiment

 

"Unter Embodiment*

verstehen wir, dass der Geist (also: Verstand, Denken, das kognitive System, die Psyche) mitsamt seinem Organ, dem Gehirn, immer in Bezug zum gesamten Körper steht."**

 

 

EMBODIMENT

 

"Geist /Gehirn und Körper wiederum sind in die restliche Umwelt eingebettet. Das Konzept Embodiment behauptet, dass ohne diese zweifache Einbettung der Geist/das Gehirn nicht intelligent arbeiten kann..."**

 

Ich berücksichtige das Konzept des Embodiments, indem ich die Verbindung zwischen Körper und Geist in meine beraterische bzw. supervisorische Arbeit mit einbeziehe und ermuntere meine Supervisand*innen dies ebenfalls in ihrer Praxis zu tun. Unser Körper ist ein ebenso wichtiges Instrument, wie unser Verstand bzw. unser kognitives Wissen.

 

 

 

SELBSTWERTTRAINING

 

"Das Selbstwertgefühl ist das Immunsystem des Körpers. Ist das Selbstwertgefühl hoch, infiziert man sich nicht so schnell an "Kogno-kokken"***.

                                                                                          (Michael Bohne)

 

In dieser Metapher wird das Selbstwertgefühl verglichen mit der Funktion des Immunsystems für den Körper. Ist das Selbstwertgefühl geschwächt, dann nehmen Menschen jedes kritisch empfundene Wort enorm persönlich.

 

Menschen mit einem intakten Selbstwert dagegen würden dies nicht tun.

Sie empfinden Kritik oder Skepsis lediglich als "interessante Information".

 

Das bedeutet, man kann sich gegen solche, als feindlich empfundene Attacken (z. B. Blicke oder Worte von anderen) immunisieren.

 

Eine besondere Brisanz hat ein schwaches Selbstwertgefühl für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit. Der professionelle Selbstschutz dieser Helfer ist geschwächt und sie stecken sich sehr leicht mit der Hoffnungslosigkeit der Klienten an. Das Problem ist, sie sind dann auch nicht mehr hilfreich für ihre Klienten. 

 

Das Selbstwertgefühl ist veränderbar!  

 

Das erklärt sich u. a. durch die Kontextabhängigkeit des Selbstwertgefühls. Sie kennen das sicher: in einer Situation verhalten Sie sich selbstbewusst, in der anderen unsicher. Das erklärt sich durch unsere verschiedenen inneren Anteile und Bewertungen. Oft stellen wir bestimmte Dinge oder Personen innerlich "auf den Sockel" und machen uns damit selbst klein.

 

Das muss aber nicht sein. Die gute Nachricht ist, mit dem Selbstwerttraining können Sie sich selbst entlasten und tun gleich noch etwas für Ihre Mitmenschen.

 

Denn, wenn Menschen einen hohen Selbstwert haben, brauchen sie andere nicht zu entwerten.

 

Das Thema Selbstwert ist bei vielen Beratungsanliegen ein wichtiger Aspekt, wie beispielsweise bei den Themen:

  • Übergewicht
  • Bulimie
  • Burn-Out
  • Umgang mit Stress

 

Das Selbstwerttraining fließt in alle meine Beratungs- und Supervisionssettings mit ein. Die Verbesserung des Selbstwertgefühls ist dabei ein zentraler Punkt.

 

 

* meint in der deutschen Sprache etwa "Verkörperung"

 

** Tschacher, W. / Storch, M. / Hüther, G. /  Cantieni, B., 2010: Embodiment, S. 15

 

*** damit sind beispielsweise wenig hilfreiche Kognitionen, Glaubensätze  und Denkmuster gemeint. Aus: Fortbildung PEP, siehe auch Lehrinhalte:

http://www.dr-michael-bohne.de/Fortbildung-PEP.40.0.html)

 

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© Anja Thürnau, 2019

Systemische Beratung und Supervision